Die Produktion von Handys – ein schwieriger Markt
Der internationale Markt für Mobiltelefone (vulgo Handy genannt) ist für die agierenden Anbieter ein durchaus schwieriger. Betrachtet man einmal die letzten zehn Jahre, dann war in dieser Zeitperiode durchaus Bewegung im Markt. In der jüngsten Vergangenheit hat die amerikanische Firma Motorola angekündigt, ihre Handysparte abzuspalten.
Siemens ist ganz aus dem Markt ausgestiegen, nachdem man Jahre zuvor die Aktivitäten der Marke Xelibri noch aus einer relativen Position der Stärke aufgegeben hatte. Die übernehmende Firma BenQ erlitt Schiffbruch und schickte das Partnerunternehmen BenQSiemens in die Insolvenz.
Selbst der Marktführer Nokia, der alljährlich Milliardengewinne scheffelt, gibt ein profitables Werk in Bochum auf, um in Zukunft mit einem neuen Werk in Rumänien für den Wettbewerb gewappnet zu sein.
Einige Jahre zuvor taten sich die schwächelnden Handyfirmen Ericsson aus Schweden und Sony aus Japan zusammen, um gemeinsam ihr Glück als Sony Ericsson zu suchen. Wenn sich zwei Underperformer zusammentun ist das in der Regel keine ideale Konstellation, um in Zukunft erfolgreicher zu sein. In diesem speziellen Fall ist die Strategie aber aufgegangen. Geholfen hat sicher, dass Ericsson zwar immer als technisch hochwertig wahrgenommen wurde, die Geräte aber schlicht nicht als schick galten. Sony hat seine Stärken im Bereich Design, im Bereich der Digitalfotographie und im Musik (Walkmen) mitgebracht, so dass man für den sich anbahnenden Markt für Mulitmediahandy (Kamerahandy, Walkmen-Handys) ideal aufgestellt war und als einziger Hersteller in diesem Bereich so etwas wie Expertise vorweisen konnte.
Wie umkämpft der Markt ist, belegt auch der Sachverhalt, dass wirklich neue Player eigentlich nur in Marktnischen auftauchen. Hier sind Bereiche wie Seniorenhandys und Mobiltelefone für den Outdoorbereich zu nennen
Klaus-Martin Meyer